Arten

Pflanzen wirken als sehr empfindliche Messinstrumente der bodennahen Atmosphäre und reagieren zum Beispiel mit früheren Blüte- oder Fruchtzeitpunkten unmittelbar auf die „verrückte“ Temperaturentwicklung der letzten Jahre. Mit systematischen phänologischen Beobachtungen des Zeitpunktes von Austrieb, Blüte oder Fruchtreife können die Konsequenzen des globalen Temperaturanstiegs auch von Laien gut erkannt werden.

Die große Zahl und Verschiedenartigkeit braucht es, um den vielfältigen Landschafts- und Klimazonen mit ihren typischen zeitlichen Abläufen der Vegetationsentwicklung und in der Tierwelt gerecht zu werden.

Der Apfel gilt in unseren Breiten als das „Obst“ schlechthin. Von ihm gibt es die meisten Zuchtformen und die vielfältigsten Verwendungsmöglichkeiten, man könnte also sagen, er ist ein wahrer Allrounder. Auch in punkto Inhaltsstoffe (Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente) spielt er alle Stückl’n, selbst wenn er bei keinem Vitamin Rekordwerte enthält. Es heißt nicht umsonst: "An apple a day keeps the doctor away - Ein Apfel am Tag hält den Arzt fern." Also höchste Zeit, wieder mal in einen frischen Apfel zu beißen. Vom Schein und Sein Es ist nicht immer alles so wie es scheint. Die Apfelfrucht entsteht nicht nur aus dem Fruchtknoten (wie bei echten Früchten), sondern auch aus der Blütenachse. Der Biologe spricht in so einem Fall von einer Scheinfrucht. Äpfel gehören zu den Früchten mit mittlerem Zuckergehalt (11-16%). Sauer schmeckende Sorten sind übrigens nicht unbedingt zuckerarm. Die Sorte Boskoop beispielsweise enthält so viel Säure (11%), dass der gleichfalls extrem hohe Zuckergehalt (15%) davon überlagert wird.
Der Bergahorn ist ein prächtiger großer Baum, der bis zu 30 m hoch und viele, viele hundert Jahre alt werden kann. Der Bergahorn wächst vor allem vom Mittelgebirge hinauf bis in höheren Lagen, wo er bis zur Waldgrenze verbreitet ist, wird aber auch im Hügelland gerne gepflanzt. Er findet sich natürlich vorkommend auch an Bachufern, Schutthalden, in Schluchtenwäldern sowie Buchen- und Mischwäldern. Der Stamm kann vielfärbig sein und die Borke ist oftmals von Moosen und Flechten besiedelt.
Ein auffälliges Blütenmerkmal der Birne sind die dunkelroten bis purpurfarbenen Staubbeutel, die der weißen Blüte einen ganz eigenen Charakter verleihen. Daran kann man sie auch deutlich von anderen Obstgehölzblüten wie Marille, Kirsche oder Apfel unterscheiden, die haben nämlich durchwegs gelbe Staubgefäße. Einen weiteren Rot-Effekt bieten uns die Blätter im Herbst, mit ihrer meist scharlachroten Verfärbung sind sie ein wahrer Hingucker. Wohlgeruch ist Ansichtssache Der Geruch einer voll entwickelten Birnenblüte ist für viele Menschen eher penetrant als angenehm. Verantwortlich dafür ist eine chemische Substanz Namens Trimethylamin, die nach verdorbenem Fischeiweiß riecht und Käfer und Schwebefliegen zwecks Bestäubung anlocken soll. Die Birne fährt übrigens eine Doppelstrategie, denn neben dem Fischgeruch hält sie für Honigbiene & Co auch Wohlgerüche parat. Übrigens, 7% der Bevölkerung können – genetisch bedingt – das Trimethylamin nicht riechen und würden die Birnenblüte als angenehm duftend bezeichnen. Dem Rest der Bevölkerung stinkt sie einfach nur! Wilde Kultur Die Holzbirne (Pyrus pyraster) als eine heimische Wildform der Kulturbirnen ist u.a. an ihren kleinen fast runden Blättern, den kleinen gerbsauren Früchten und den zahlreichen Sprossdornen erkennbar. Die Kulturbirnen, die ca. seit der Römerzeit in mehreren Wellen nach Mitteleuropa gekommen sind, haben größere länglichere Blättern und deutlich größere und vor allem süße…
Das Buschwindröschen ist ein Frühlingsgeophyt, der die Krautschicht in Wäldern bildet, während die Bäume im Frühling noch kein Laub tragen. Da das Buschwindröschen hohe Lichtansprüche hat, findet der gesamte Lebenszyklus der Pflanze im Frühjahr statt. Oft breitet sich diese Art großflächig aus und bedeckt den Boden mit einem weißen Blütenteppich. Das Buschwindröschen ist eine sommergrüne, ausdauernde, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 11 bis 25 Zentimetern.
Der Faulbaum ist ein sommergrüner Strauch, der meist nicht höher als 3 m wird. Er ist fast in ganz Europa beheimatet und meist in Niedermooren, Erlenbruchwäldern und Auwäldern zu finden, wächst aber auch auf trockenen Standorten. Seinen Namen verdankt er der Rinde, die im frischen Zustand einen leichten Fäulnisgeruch aufweist. Für manche Schmetterlingsraupen, wie jene von Zitronenfalter und Faulbaumbläuling, sind die Blätter des Faulbaums im Frühjahr und Frühsommer eine wichtige Futterpflanze. Die Blüten werden von Bienen, Wespen, Schlupfwespen, Fliegen, Käfern und Faltern (speziell vom Kleinen Eisvogel) besucht. Der Faulbaum hat ein eigenartiges Blühverhalten. Seine Hauptblütezeit ist im Vollfrühling und Frühsommer, doch vereinzelte Blüten findet man auch noch bis in den Herbst hinein. Deshalb sind an einem Strauch neben den reifenden Früchten oft auch noch junge Blüten zu finden. So freuen sich viele blütenbesuchende Insekten, weil ihnen der Faulbaum dank der Nachblüte lange Zeit als Nahrungsquelle zu Verfügung steht. So erkennt man das Gehölz Im Winter: Auffällige Rinde mit weißen, strichförmigen Pusteln Äste fast waagrecht abstehend Endknospe flammenartig geformt und hellbraun behaart Keine Dornen vorhanden In der Vegetationsperiode: Eiförmige Blätter mit auffälligen Blattnerven, die sich vor dem Blattrand bogig vereinen Unscheinbare, grünlichweiße Blüten entspringen in den Blattachseln Früchte anfangs grün, später…
Der Feldahorn ist in ganz Österreich vom Tiefland bis in 1000 m über dem Meeresspiegel in den Alpen verbreitet. Oft findet man ihn auch ein wenig kurz gehalten in Gartenhecken. Lässt man ihn wachsen, dann kann der kleine Bruder des Bergahorns aber auch gut und gerne 10-15 m hoch und bis zu 200 Jahre alt werden. Er wächst häufig in Gebüschen, Hecken, an Waldrändern und Feldrainen, sowie in Auen- und Eichen-Hainbuchenwäldern. Er ist auch als Stadtbaum neben Straßen geeignet, da er sehr robust ist. Im Herbst färben sich seine Blätter leuchtend gelb, manchmal auch orange.
Die Fichte ist ein immergrüner Nadelbaum der in Österreich als forstwirtschaflich bedeutende Art in vielen Regionen vorkommt. Als Jungbaum hat die Fichte rötliche Rinde die im Alter im grauer und borkiger wird. Im Gegenastz zur Tanne fallen die Zapfen der Fichte im ganzen zu Boden. Die sogenannten "Tannenzapfen" stammen also meistens von der Fichte.
Im Jahr 1560 wurde der Gewöhliche Flieder von einem kaiserlichen Gesandten aus Konstantinopel nach Wien gebracht. Er kann als Strauch oder als Baum wachsen. Heute gibt es viele Zuchtsorten mit zum Teil gefüllten Blüten im Handel. DIe Beobachtung für die Phänologie beschränkt sich aber auf die einfache ungefüllte Form, deren Farbe sich von bläulich über Violett, rötlich bis zu Weiß erstreckt.
Die Forsythie ist kein Wildstrauch sondern wurde als Zierpflanze aus China eingeführt. Oft wird sie an Straßen und in Vorgärten gepflanzt wo sie im Erstfrühling mit ihrer üppigen gelben Blüte für Aufsehen sorgt.
Die Frühlingsknotenblume wird regional auch Märzenbecher oder großes Schneeglöckchen genannt. Dies kann schnell zu Verwechselungen führen, da unter diesen Namen auch andere Pflanzen bekannt sind. Die Frühlingsnotenblume hat eine weiße Blüte mit sechs gleich langen, zipfelig auslaufenden Blütenblättern an deren Ende sich jeweils ein gelbgrüner Fleck befindet. Sie wächst in Auwäldern und Laubmischwäldern.
Der Gewöhnliche Liguster ist die einzige in Europa heimische Liguster-Art. Er ist relativ anspruchslos und kommt von der Ebene bis in untere Gebirgslagen (1.000 m) vor. Bevorzugte Standorte sind trockenwarme, kalkreiche, gut mit Nährstoffen versorgte Böden. Man findet den Liguster in lichten Wäldern, Auen und Gebüschen ebenso, wie in sonnexponierten Hecken. So erkennt man das Gehölz Im Winter: Buschiger mittelgroßer Strauch (1 bis 3 m) mit aufrechten, rutenförmigen Zweigen Junge Zweige fein behaart, ältere Zweige kahl Knospen nur 5 mm groß, gegenständig angeordnet Beeren oft bis in den Frühling am Strauch In der Vegetationsperiode: 3 – 6 cm lange Blätter fühlen sich ledrig an, sind glattrandig und gegenständig angeordnet Blattoberseite dunkelgrün und seidig matt glänzend, Unterseite heller und mit deutlicher Mittelrippe Kleine weiße Blüten in 6 – 8 cm langen Rispen Traubenähnliche Fruchtstände aus kleinen, schwarz glänzenden Beeren Wer steht drauf? Die streng duftenden Blüten locken Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten zur Bestäubung an. Verschiedenen Schmetterlingsarten dient der Liguster als Futterpflanze. So frisst z.B. die Raupe des Ligusterschwärmers, eine Nachtfalterart, das Laub, und zahlreiche Tagfalterarten, wie z.B. der Kleine Fuchs, laben sich am Nektar der Blüten. Die Früchte werden gerne von Vögeln gefressen, welche die Samen dann ausscheiden und dadurch…
Obwohl die Hainbuche das Wort "Buche" im deutschen Namen trägt, gehört sie zu den Birkengewächsen. Der Name kommt daher, dass die Blätter und die Rinde denen der Buchen sehr ähnlich sehen. Sie ist eine Charakterart der Eichen-Hainbuchenwälder, welche ihr meist im Hügelland findet. Die Hainbuche wächst auch häufig an Waldrändern oder in Hecken. Im Deutschen wird die Hainbuche auch Hagebuche genannt. "Hag" bedeutet im Althochdeutschen soviel wie "Einzäunung". Dies zeigt, dass unsere Hainbuche bereits vor mehreren hundert Jahren als Heckengehölz verwendet worden ist. Auch heute noch wird sie sehr gerne in Parks und Gärten als Ziergehölz gepflanzt, da sie gut schnittverträglich ist und das Laub lange nicht abwirft. Die Herbstfärbung der Hainbuche ist gelbbraun, manchmal auch gelbgrün oder gelborange.
Die Hänge-Birke trägt ihren Namen aufgrund der weit herunterhängenden Zweige. Ihre Rinde ist silbrig weiß, mit schwarzen Längsrissen, die nach unten hin zunehmen. Die weiße Farbe entsteht durch die Einlagerung von Betulin, welche das Licht reflektiert und somit weiß erscheint. Sie schützt den Baum vor Nässe und Tierfraß. Ihr findet die Hängebirke sowohl in der Ebene, als auch in hohen Lagen bis 1900m über dem Meeresspiegel. Im Herbst verfärbt sich ihr Laub leuchtendgelb.
Die Hasel ist häufig anzutreffen. Sie wächst in lichten Wäldern, an Waldrändern und in Feldhecken. Sie ist eine Lichtpflanze, verträgt aber auch mäßigen Schatten. Das Verbreitungsgebiet der Hasel umfasst große Teile Europas und Kleinasiens sowie den Kaukasus. Im Norden Europas reicht es bis zum Polarkreis. Anders als bei vielen anderen Gehölzarten, gibt es bei der Hasel männliche und weibliche Blüten. Die weiblichen sehen aus wie Blattknospen, aus denen jedoch feine rote Fäden herausschauen So erkennt man das Gehölz Im Winter: männliche Blüten (Kätzchen) hängen wie Würstchen bereits im Winter von den Zweigen Kätzchen strecken sich lange vor dem Laubaustrieb und sind dann gelb junge Zweige drüsig behaart, Knospen eiförmig vielstämmiger, buschiger Strauch In der Vegetationsperiode: Blätter 6 – 10 cm lang Blätter unterseits auf den größeren‚ Blattnerven behaart Herbstaspekt schön gelblich bis gelbbraun Doppelgänger: Die baumförmig wachsende Baum-Hasel (Corylus colurna) stammt aus Südost-Europa und Westasien und wird gelegentlich als Zierbaum kultiviert. Wer steht drauf? Die Haselnüsse sind Nahrung für eine Vielzahl verschiedener Tierarten. Gut für die Hasel, denn die Nüsse werden deshalb von Kleinsäugern (Eichhörnchen, Bilchen, Mäusen) und Vögeln (Kleibern und Hähern) verbreitet. Die Haselmaus ist sogar nach ihr benannt. Der Pollen wird auch gerne von Bienen gesammelt, obwohl die…
Wer noch nie die köstlichen Heidelbeeren direkt vom Strauch genascht hat, sollte das schleunigst nachholen. Die heimische Heidelbeere hat in den letzten Jahren Konkurrenz  von der aus Nordamerika stammenden Garten-Heidelbeere bekommen. Die Früchte sind zwar größer, aber geschmacklich reichen sie bei Weitem nicht an die Wildform heran. Im Hochsommer wachsen auf unseren Heidelbeersträuchern die ersten reifen Früchte. Es gibt kaum etwas Köstlicheres als eine Handvoll Heidelbeeren zur Stärkung während einer Wanderung durch die Naturparke, probieren Sie es aus! Was die Powerfrucht alles kann Vom Juli bis zum September reifen die kugeligen blauschwarzen Früchte der Heidelbeere heran, die einen stark färbenden roten Saft enthalten. Aufgrund der Fruchtfarbe sind übrigens auch die Namen „Schwarzbeere“ bzw. „Blaubeere“ gebräuchlich. Die kleinen blauen Früchtchen  sind sehr gerbstoffreich und wirken in getrocknetem Zustand stopfend, in frischem Zustand in großen Mengen verzehrt jedoch abführend. Aus dem roten Beerensaft wurden früher durch Zusatz verschiedener Stoffe violette und purpurrote Malerfarben gewonnen. Man hat ihn auch dazu verwendet, um dem Wein eine schöne Farbe zu geben. Auch als Gerbemittel fanden die Heidelbeeren Verwendung. Im Wald und auf der Heide Den 10 bis 60 cm hohen Zwergstrauch findet man als Unterwuchs in lichten Laub- und Nadelwäldern, in Gebüschen und auf Heiden.…
Die Herbstzeilose ist eine Zwiebelpflanze die, wie der Name schon vermuten lässt, im Herbst blüht. Sie ist ein sogenannter Geophyten der den Winter in einer unterirdischen Sprossknolle überdauert. Die Blätter der Herbstzeitlosen kommen im Frühjahr zu Tage und können mit denen des Bärlauchs verwechselt werden. Vorsicht die Pflanze ist sehr giftig!
Der Huflattich gehört zur Familie der Korbblütler. Das bedeutet, dass die gesamte Blüte eigentlich aus vielen kleinen Einzelblüten besteht. Innen befinden sich die männlichen Röhrenblüten und außen die weiblichen Zungenblüten, aus denen sich später die flugfähigen Samen entwickeln. Die erste Silbe des Namens verrät schon, dass die Blätter hufförmig sind, während „lattich“ von lac (Latein für Milch) abgeleitet wurde und auf den Milchsaft der Pflanze verweist. Während der Blüte haben die Pflanzen noch keine Blätter, die später eine beeindruckende Größe von bis zu 20 cm in der Breite erreichen können.
Die Hundsrose ist sehr robust und hat bezüglich Boden und Klima kaum Ansprüche. Sie zählt zu den anpassungsfähigsten heimischen Wildrosen und ist somit in vielen unterschiedlichen Lebensräumen konkurrenzfähig. Das einzige Muss bei ihr ist ein sonniges Platzerl, im Schatten wird man sie kaum blühen sehen. So findet man sie an Wald- und Wegrändern, im Saum von Gebüschen, auf Waldlichtungen und als Pioniergehölz auf nicht mehr bewirtschafteten Wiesen und Feldern. Sie kann von der Tieflage bis 1.600 m hoch steigen. So erkennt man das Gehölz Im Winter: Bis 3 m hohe, breit ausladende Sträucher Bogig herabhängende Triebe Die Stacheln sind immer gegen die Wuchsrichtung nach hinten gekrümmt (daher sehr unangenehm, weil man leicht an ihnen hängen bleibt) Typische Früchte (Hagebutten oder auch Hetscherln genannt) sind meist auch im Winter am Strauch In der Vegetationsperiode: Kaum duftende Blüten mit fünf weißen bis blassrosa Blütenblättern Das typische Hundsrosen-Hetscherl ist glänzend-glatt ohne Borsten oder Drüsenhaare und wird etwa im Oktober reif Kelchblätter am vorderen Hetscherl-Ende sind zurückgeschlagen, nach der Reife aber meist abfallend Doppelgänger: Neben der Hunds-Rose gibt es noch einige weitere heimische Wildrosenarten. Das Wildrosenbestimmen ist sehr schwierig, da es sich um eine äußerst vielgestaltige Gruppe mit zahlreichen Varietäten handelt, die sich erst…
Die Schneeglöckchenblüte ist das vielleicht bekannteste und beliebteste Lebenszeichens des Vorfrühlings, deren Zauber Mensch und Tier gleichermaßen anzulocken vermag. Einige spezielle Anpassungen wie „Frostschutz“ und Speicherzwiebel ermöglichen es der zarten Schönheit, bereits so früh im Jahr Auwälder und feuchte Edellaubwälder zu schmücken. Machen Sie sich auf in einen Naturpark und erfreuen Sie sich an den schneeweißen Blüten dieses Frühlingsboten! „Glockengeläut‘ zu Frühlingsbeginn Dem Schneeglöckchen kommt die Ehre zu Teil, die erste der 10 natürlichen Jahreszeiten, den so genannten Vorfrühling einzuläuten! Sobald sich die äußeren Blütenblätter abspreizen, ist das neue Naturjahr eröffnet! Gleichzeitig mit dem Schneeglöckchen blüht die Frühlings-Knotenblume, auch Märzenbecher genannt. Beim schnellen Hinschauen könnte man die beiden durchaus verwechseln. Bei genauerer Betrachtung der weißen Blütenpracht ist die Unterscheidung jedoch einfach. Während beim Schneeglöckchen die äußeren drei Blütenblätter deutlich länger sind als die inneren drei, sind bei der Frühlings-Knotenblume alle sechs Blütenblätter gleich gestaltet. Der frühe Vogel fängt den Wurm Vielleicht haben Sie sich auch schon gewundert, wie es ein so zartes Blümchen es schafft, Mitten im ausgehenden Winter zu überleben.  Die Energie dafür kommt größtenteils aus der unterirdischen Zwiebel und wurde bereits im vorangegangenen Frühling während der kurzen oberirdischen Lebensphase eingelagert. Das Schneeglöckchen verfolgt nämlich eine besondere Strategie: Je…
Die Kornelkirsche, auch Dirndlstrauch genannt, ist von Süd- und Mitteleuropa bis nach Mittelasien verbreitet. Erkennen kann man diesen bis 4 Meter hohen Strauch oder Baum an seinen elliptischen, glänzend grünen Blättern und den goldgelben Blüten im Vorfrühling. Wegen ihrer frühen Blütezeit ist die Pflanze eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen. Die Früchte sind im Herbst bei diversen Vogelarten aber auch bei Kleinsäugern beliebt. Wenn ihr besonders viele Exemplare dieses früh blühenden Strauches sehen wollt, solltet ihr ins Pielachtal fahren. Dort stehen so viele, dass manche es auch das Dirndltal nennen.
Unsere Europäischen Lärchen sind eindrucksvolle, große Bäume, die man vom Wienerwald bis in die Hochlagen der Alpen findet. Sie können über tausend Jahre alt werden und rießenhafte 50m Höhe erreichen. Das eindrucksvolle Gehölz ist eigentlich nicht mit anderen Baumarten zu verwechseln. Die Lärche ist der einzige in Österreich und dem übrigen Europa heimische Nadelbaum, der vor dem Winter sein Laub abwirft. Das verringert die Verdunstung und verhindert so ein Vertrocknen des Baumes. Im Herbst färben sie die Nadeln - die eigentlich auch Blätter sind - und tauchen viele Berggebiete in traumhaftes Goldgelb.
Wenn der Vorfrühling Einzug hält, schmücken unzählige violette Blütensterne des Leberblümchens unsere Laubwälder. Doch nicht nur das Auge, sondern auch so manch´ pollenfressender Käfer freut sich über die aufblühende Nahrungsquelle. Doch Eile ist angesagt, denn die auffallenden Farbtüpfel sind nach einer Woche schon wieder verblüht! Machen Sie sich auf zu einem Frühlingsspaziergang in einem der Naturpark-Wälder und vergucken Sie sich in Leberblümchen der Naturparke! Violett, weiß, oder doch purpurn Schon im Vorfrühling wagen sich die violetten Blüten des Leberblümchens aus ihrer Deckung und zieren die laubbedeckten Böden der Eichen- und Buchenwälder. Mit etwas Glück können Sie auch purpurn oder weiß gefärbte Leberblümchenblüte finden. Etwa zeitgleich beginnen auch andere Frühlingsboten wie das Schneeglöckchen, die Frühlingsknotenblume und etwas später die nahe verwandten Buschwindröschen-Arten in den Wäldern zu blühen. Sie alle versuchen die Gunst der Stunde zu nützen, noch bevor der Blattaustrieb der Gehölze kaum mehr Sonnenlicht zum Boden durchlässt. Das Leberblümchen besitzt zwar keinen Nektar, doch ihre Pollenkörner sind im Vorfrühling eine wichtige Nahrungsquelle für pollenfressende Käferarten. Auf und Zu Beobachten Sie einmal die Blüte eines bestimmten Leberblümchens über einige Tage, und Sie werden eine interessante Entdeckung machen! Wenn es warm ist öffnen sich die Blüten, während sie sich bei Regen oder…
Der Löwenzahn gehört zu den Korbblütlern und ist eine krautige Wiesenpflanze die ein Wuchshöhe von 10 cm bis 60 cm erreichen kann. Alle Pflanzenteile führen einen weißen Milchsaft in sich. Die Blätter des Löwenzahns sind grundständig, rosettig und haben einen schrotsägeförmigen Rand. Die Blüte ist eigentlich eine Scheinblüte, die aus aus vielen gelben Zungenblüten in einem korbförmigen Blütenstand und äußeren zurückgeschlagenen Hüllblättern besteht. Wenn die Früchte des Löwenzahns reif werden, bekommt er im Volksmund einen neuen Namen, von nun an spricht man von der "Pusteblume".
Wenn gegen Ende des Vorfrühlings die Umgebung in ein zart duftendes, weiß-rosa Blütenmeer getaucht wird, dann ist die Zeit der Marillenblüte – ein Ereignis, dass man erlebt haben muss! Bei der Marille sind die Kelchblätter übrigens meist kräftig dunkelrosa, was der sonst meist weißen (manchmal blassrosa) Blüte einen deutlichen Rosa-Touch verleiht. Ein kurzes Vergnügen Je nach Witterungsverlauf des ausgehenden Winters und Vorfrühlings zeigen sich die ersten Marillenblüten Mitte bis Ende März. Anfang April, meist rund um Ostern, kann man die Marillenbäume dann in ihrer ganzen Blütenpracht bestaunen. Doch das Blühvergnügen hält nur kurz an, nach wenigen Tagen ist es auch schon wieder vorbei. Es kann übrigens sein, dass sich unter die Marillen auch schon die eine oder andere Vogelkirsche mischt, denn auch diese beginnen im April zu blühen. Wie man Sie voneinander unterscheiden kann: Die Kirschenblüte ist weiß, lang gestielt und steht in Büscheln zu 2 bis 4 an den Kurztrieben, während die Marillenblüte zwar grundsätzlich auch weiß blüht, aber mit ihren dunkelrosa Kelchblättern meist rosa angehaucht erscheint und außerdem kaum gestielt (max. 5 mm) sowie meist einzeln angeordnet ist. Hauptsache warm Die Marille hat’s gerne kuschelig warm und wird insbesondere in Mittelmeerstaaten wie Italien und Spanien angebaut. In Österreich…
Das Gewöhnliche Pfaffenhütchen ist ein meist 1,5 bis 3 m hoher, dicht verzweigter Strauch. Zu finden ist er von der Ebene bis in mittlere Gebirgslagen. Der häufige Strauch besiedelt Auwälder, Hecken, Waldränder und Gebüsche. Da er nährstoff- und basenreiche Böden braucht, findet man ihn öfter über kalkhaltigem Gestein. Die unauffälligen Blüten kann man am Übergang von Vollfrühling zu Frühsommer unter die Lupe nehmen. So erkennt man das Gehölz Im Winter: Zweige stumpf 4-kantig, teilweise mit 4 Korkleisten Geöffnete Fruchtkapseln hängen vertrocknet oft auch im Winter noch an den Zweigen In der Vegetationsperiode: Unscheinbare Blüten mit (meist) 4 weißlichen bis grünlichen Blütenblättern Rote Fruchtkapseln, die an die Kopfbedeckung christlicher Pfarrer erinnern (daher auch der Pflanzenname) Aus Fruchtkapsel hängen, sobald sie aufspringen, eiförmige orange Samen Attraktive orange bis purpurrote Laubfärbung im Herbst Doppelgänger: In Österreich kommen noch zwei Schwesternarten vor. Die Zweige vom Warzigen Spindelstrauch (Euonymus verrucosa) haben unzählige Korkwarzen und fühlen sich deshalb rau an. Der Breitblättrige Spindelstrauch (Euonymus latifolia) hat größere Laubblätter, 5 Blütenblätter und Zweige, die im Querschnitt oval („zusammengedrückt“) sind und keine Korkleisten haben. Wer steht drauf? Die Blüten werden von verschiedenen Insekten wie Fliegen, Bienen und Ameisen besucht. Die orangen Samen werden von Vogelarten wie Drossel, Rotkehlchen…
Die Purpur-Weide zählt zu den schmalblättrigen Weiden, die typischerweise gewässernah wachsen. Die dünnen biegsamen Zweige und der strauchförmige Wuchs machen es möglich, dass sie im Fall eines Hochwassers niedergewalzt werden und sich anschließend wieder aufrichten können. Eine Besonderheit der Purpur-Weide ist, dass sie, anders als ihre schmalblättrige Verwandtschaft, auch trockene Standorte wie Schottergruben und Geröllfluren besiedelt. So erkennt man das Gehölz Im Winter: Charakteristisch für alle Weiden ist die schraubige Knospenstellung (Wendeltreppenprinzip), die Purpur-Weide ist hier jedoch schlampig, und an manchen Trieben sitzen mittendrin einfach zwei Knospen gegenüber – ein sicheres Bestimmungsmerkmal für die Purpur-Weide In der Vegetationsperiode: Blätter bis 10 cm lang und „kopflastig“, also über der Mitte hin zur Blattspitze am breitesten Blattunterseite blaugrün gefärbt, wegen Wachsschicht, die leicht abgewischt werden kann Während der ca. zweiwöchigen Blühphase treiben die männlichen Kätzchen mit kräftig purpurgefärbten Staubgefäßen aus Doppelgänger: Während dem Großteil der Vegetationsperiode sind alle Weiden ohne Blüten und ohne Früchte anzutreffen und viele Arten sehen sich in diesem Zustand sehr ähnlich. Außerdem gibt es zahlreiche Hybridformen, also Kreuzungen zwischen verschiedenen Arten, was ein Bestimmen noch schwieriger macht. Wer steht drauf? Vor allem die männlichen Exemplare der Purpur-Weide werden von zahlreichen Insektenarten besucht. Honigbienen und Wildbienen besammeln sowohl Nektar…
Das Breitblättrige Traubenkraut ist eine einjährige, sommerannuelle, aromatisch duftende Pflanze. Es ist eine Kurztagspflanze mit Windbestäubung. Die nur 0,02 Millimeter breiten Pollenkörner werden früh morgens entlassen. Eine Pflanze kann bis zu einer Milliarde Pollenkörner freisetzen.
Die Ribisel, auch Rote Johannisbeere genannt, wird erst seit dem 15. Jahrhundert in Europa kultiviert. Seither gibt es viele Sorten, so dass für jeden etwas dabei ist und die Pflanze in so gut wie keinem Garten fehlt.
Die Robinie ist ein sommergrüner Baum mit rundlicher oder locker schirmartiger Krone. Die Borke der Robinie ist tief gefurcht und längs netzrissig. An den mit Dornen bewährten Zweigen blüht der Schmetterlingsblütler in weißen großen Trauben. Die Blüten schmecken sehr süß nach Nektar. Sie wird umgangssprachlich auch Akazie genannt und stammt aus dem Osten der USA. Ein gewisser Robin hat sie wegen ihrer Schönheit im Jahre 1601 nach Europa eingeführt, wo sie von den Imkern als hervorragende Bienenpflanze entdeckt  und weit verbreitet wurde (Stichwort Akazienhonig). Wegen ihrer besonderen Holzeigenschaften wurde sie auch waldbaulich gefördert. Das Holz ist durchaus mit der Eiche vergleichbar und ein wertvoller Rohstoff, der in vergleichbar kurzer Zeit heranwächst. Die Robinie kann sich als Pionier-Baumart im Freiland, wo viel Licht zum Boden kommt sehr leicht ansiedeln. Später wird sie aber von anderen Baumarten überwachsen und ausgedunkelt. Zu ihrer hohen Anzahl an Samen nutzt die Robinie weitere Kniffe: Ihre Samen können jahrelang im Boden verbleiben ohne zu keimen, aber sobald genügend Licht da ist, schießen sie los. Die Robinie vermehrt sich auch über Wurzelbrut und Stockausschläge, besonders dann, wenn man sie zurückschneidet. Verdrängt und verändert den Standort Negative Auswirkungen hat die Robinie dort, wo sie andere heimische Baumarten und in…
Die Rosskastanie ist ein sommergrüner Baum, der eine Wuchshöhe von bis zu 30 m und ein Alter von bis zu 300 Jahren erreichen kann. Der Baum ist in der Jugend raschwüchsig und bildet, wenn er nicht durch Aufastung angepasst wird, einen kurzen Stamm mit runder und breiter Krone aus.
Die Rotbuche ist ein mächtiger Baum, der über 40 m hoch und mehrere hundert Jahre alt werden kann. Ganz in der Ebene findet man die Baumart nur selten, vom Wienerwald bis in die Alpen habt ihr mehr Glück! Ihr erkennt die Rotbuche leicht an der glatten, silbergrauen Rinde mit den typischen "Chinesenbärten". Im Herbst verfärbt sich ihr Laub zuerst blassgelb und anschließend prachtvoll gelborange bis orangerot oder rotbraun. Im Herbst fallen nicht nur die Blätter, sondern auch die sogenannten "Bucheckern" (dreieckige 20mm große Samen) aus den Bechern und ihr könnt sie unter den Bäumen am Boden finden. Eichhörnchen, Mäuse und Eichelhäher sammeln und horten sie für den Winter.
Der Rote Hartriegel ist ein sommergrüner Strauch, der in weiten Teilen Europas verbreitet ist und in Österreich recht häufig vorkommt. Anzutreffen ist der basenliebende Strauch von der Ebene bis in eine Höhe von etwa 1.200 m, wobei er recht anspruchslos ist. So findet man ihn im Auwald und in Mooren ebenso wie in Laubmischwäldern, Hecken oder auf trockenen Hängen. So erkennt man das Gehölz Im Winter: Einjährige Zweige auffallend rot gefärbt Vielstämmiger, dicht verzweigter und breitwüchsiger Strauch In der Vegetationsperiode: Blätter haben auffällig bogige Blattnerven Viele weiße, 4-zählige Blüten sind schirmförmig angeordnet blüht nach dem Blattaustrieb Kugelige blauschwarze Früchte mit 5 bis 8 mm Durchmesser Blätter im Herbst auffällig purpurn bis violett-rot gefärbt Doppelgänger: Die zweite heimische Art aus der Gattung Cornus ist der Dirndlstrauch, oder auch Dirndl (Cornus mas), dessen Blätter jenen des Roten Hartriegels sehr ähnlich sehen. Im Gegensatz zum Roten Hartriegel ist die Dirndl auf der Blattunterseite in den Winkeln der Blattnerven bärtig behaart. Außerdem blüht der Dirndlstrauch vor dem Blattaustrieb, hat gelbe Blüten und trägt längliche, rote Früchte von der Größe einer kleinen Olive. Wer steht drauf? Die Bestäubung der Blüten übernehmen größere Insekten wie Fliegen, Wildbienen und andere Käfer. Die bitter schmeckende Frucht ist für…
Die Sal-Weide ist eine „Mitteleuropäerin“ und im Gegensatz zu vielen anderen Weidenarten gewässerfern zu finden. Sie meidet sehr nasse und sehr trockene Standorte und fühlt sich auf frischen, nährstoffreichen Stellen am wohlsten. Als typisches Pioniergehölz besiedelt sie gerne Waldlichtungen und Waldschläge. Ihr Vorkommen reicht von den Niederungen bis in die subalpine Höhenstufe. In Gunstlagen kann sie bis in eine Höhe von 1.800 m aufsteigen. So erkennt man das Gehölz Im Winter: Die Rinde am älteren Holz ist von Korkpusteln durchsetzt und sieht deshalb aus, als wäre sie mit vielen Plus-Zeichen oder Rauten-Symbolen übersät. Mit zunehmendem Baumalter entsteht daraus eine längsrissige Borke. Großer Strauch (3 bis 5-stämmig), selten kleiner Baum (einstämmig) In der Vegetationsperiode: Männliche Blüten („Palmkatzerl“) mit gelben Staubbeuteln erscheinen vor dem Laubaustrieb im Vorfrühling Eiförmiges, für Weidenverhältnisse sehr breites Blatt Blattoberseite ledrig und kahl, Unterseite weichsamtig filzig Wer steht drauf? Wegen des frühen Blütezeitpunktes und des reichen Pollen- und Nektarangebotes findet man auf den blühenden Salweidenkätzchen zahlreiche Insektenarten, wie die Honigbiene, verschiedene Wildbienenarten, Hummeln, Fliegen und pollenfressende Käfer. Wofür taugt das Gehölz? Die Sal-Weide liefert die „Palmkatzerl“, die im Christentum traditionell am Palmsonntag geweiht werden Ist sehr schnellwüchsig und die anspruchsloseste unter den Weidenarten, somit perfekt geeignet für die…
Die Schlehe wächst in Hecken, auf Böschungen und an Waldrändern, wobei sie sowohl nährstoffarme als auch nährstoffreiche Standorte besiedelt und mäßig trockene bis frische Bedingungen bevorzugt. Sie kommt mit bodensaurem und auch mit basischem Untergrund zurecht und gedeiht in begünstigten Lagen bis in Höhen von 1.400 m. Eines ist ihr jedoch wichtig: ausreichend Licht! So erkennt man das Gehölz Im Winter: Zugespitzte Triebspitzen (Dornen) dienen der Verteidigung Sehr kleine Knospen (ca. die Größe eines Stecknadelkopfes) Wuchshöhe 1 bis 3 m In der Vegetationsperiode: Blüht vor dem Laubaustrieb Weiße, dicht stehende Einzelblüten mit gelben oder roten Staubbeuteln Kugelige, dunkelblaue, bereifte Früchte, Durchmesser 1 bis 2 cm Wer steht drauf? Viele Insekten nutzen das reiche Blütenangebot, darunter Hummeln, Schmetterlinge und Käferarten. Drosselarten und verschiedene Säugetiere verspeisen gerne die Früchte und sorgen somit für die Verbreitung der Samen. Aber auch die Dornen der Schlehe haben einen Fan. Der Neuntöter,ein Singvogel mit „Zorromaske“, spießt seine Beute bei Nahrungsüberfluss gerne auf die Triebspitzen. In schlechteren Zeiten holt er sich die Insekten wieder „vom Spieß“ ab. Wofür taugt das Gehölz? In der Küche zur Herstellung von Likör, Mus, Sirup oder Schlehenwein Durch die flachen Wurzelschösslinge gute Eignung zur Sicherung des Oberbodens
Der Schwarze Holunder ist ein Stickstoffzeiger und fühlt sich auf frischen bis feuchten Standorten am wohlsten. Er ist sehr häufig und gedeiht in Auwäldern, lichten Laubwäldern, an Waldrändern und Gebüschen. Weil er seit jeher kultiviert und vielseitig genutzt wird, fehlt der anspruchslose Kulturfolger auf fast keinem Bauernhof. So erkennt man das Gehölz Im Winter: Paarig angeordnete, längliche Knospen, aus denen auch im Winter schon die Spitzen der Jungblätter herausschauen Oft treiben die jungen Blätter schon im Winter aus Markhaltige Äste Rinde der jungen Triebe hat auffällige Korkwarzen, sogenannte Lentizellen Höhe bis zu 7 m, Wuchsform meist strauchförmig, man kann ihn aber auch als Baum ziehen In der Vegetationsperiode: Streng riechende Laubblätter bestehen meist aus 5 Teilblättchen Weiße, 5-zählige Einzelblüten in flachem Schirm angeordnet, angenehm riechend Schwarze Früchte, bei Reife hängend Doppelgänger: Neben dem Schwarzen kommt bei uns auch der Rote Holunder vor, oft z.B. auf Waldschlägen. Diesen kann man dank der runden Winterknospen, der gelben Blüten, der roten Früchte und des braunroten Markes der Äste leicht vom Schwarzen Holler unterscheiden. Wer steht drauf? Die Blüten werden von Fliegen und anderen Hautflüglern bestäubt, die Früchte sind bei zahlreichen Vogelarten beliebt. Wofür taugt das Gehölz? Hollerblüten lassen sich zu Sirup verarbeiten oder…
Die Stiel-Eiche ist ein Sommergrüner Laubbaum der mit seinem knorrigen Wuchs und seiner groben Borke ein besonderes Aussehen hat. Duch die dicken Äste und Zweige ist sie gut an Sommertrockenheit angepasst und kann sehr alt werden. Die älteste Stiel-Eiche Österreichs ist über 350 Jahre alt und steht in Frauenstein in Oberösterreich. Durch das hohe alter bietet diese Baumart vielen Tieren einen Lebensraum. Höhlenbrüter, Eulen und Fledermäuse finden in den Hohlräumen alter Bäume unterschlupf. Im Herbst sammeln Eichhörnchen die Eicheln für ihren Winterintervorrat und später im Jahr freuen sich die Wildschweine, wenn sie noch ein paar Eicheln unter der Schneedecke hervorwühlen können. Woran erkennt man die Stiel-Eiche? Die Frucht, also die Eicheln, haben lange Stiele, daher auch der Name. Die Blätter dagegen haben fast keine oder nur ganz kurze Stiele.
Die Kirsche ist ein Sommergrüner Baum der Wuchshöhen von 15 m bis 20 m ereicht. Der Namenszusatz avium leitet sich von avis (Latein für Vogel) ab und bezieht sich auf die Früchte, die gern von Vögeln gefressen werden. Doch auch der Mensch isst gerne die Früchte der Vogel-Kirsche, insbesondere die von Zuchtformen. Diese kultivierten Formen sind vor allem durch größere Blätter sowie größere und süßere Früchte ausgezeichnet und werden im Allgemeinen als Süßkirsche bezeichnet.
Die Voglebeere, auch Eberesche genannt, ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Mit einer durchschnittlichen Wuchshöhe von 15 m ist sie eher kleinwüchsig. Sie ist für Insekten, Vögel und Säugetiere eine wertvolle Futterpflanze.
Der Wiesen-Fuchsschwanz ist in frischen bis feuchten Fettwiesen häufig. Während der Blüte ist er kaum mit anderen Gräsern verwechselbar, weil er früher blüht als andere Gräser. Er ist besonders leicht an der 3-8 cm langen und bis zu 1 cm dicken Ährenrispe erkennbar, die nach der Blüte dank der Form und der braunen Farbe der vertrockneten Staubbeutel an den Schwanz eines Fuchses erinnert. Verwechslungsgefahr besteht mit dem Wiesen-Lieschgras, das jedoch erst viel später blüht.
Das Gras ist sehr häufig. Es ist es besonders leicht an den dichten Knäueln (Name!) erkennbar. Ohne Blüten sind die breiten, platt gedrückten Triebe und ein weißes, langes und spitzes Blatthäutchen auffallend.
Der dickste Baum Österreichs ist eine Winterlinde. Diese steht in Übelbach in der Steiermark und hat einen Stammumfang von 12,81 m. Das Alter des Baumes wird auf 700 bis 900 Jahre geschätzt. Woran erkennt man sie? In Österreich stehen viele verschieden Lindenarten. Hier eine kleine Bestimmungshilfe: Die Winterlinde (Tilia cordata) hat meistens zwei Haupttriebe und relativ kleine, dunkle Blätter, auf deren Unterseite die Trichome (Härchen) in den Achseln der Blattnervatur bräunlich und nicht weiß sind. Die Blüte mit 5-7-endigen Trugdolden findet Juni-Juli statt. Die Sommerlinde (Tilia platyphyllos) dagegen besitzt meistens nur einen Haupttrieb, hat größere weiche Blätter bei der die Achselbärte auf der Blattunterseite weiß und blüht früher als die Winterlinde mit 2-5 Blüten an einem Blütenstand. Die Holländische Linde (Tilia × europaea auch Tilia × intermedia oder Tilia × vulgaris) ist ein fruchtbarer Bastard der aus Sommer- und Winterlinde entstand. Da alle Arten untereinander fortpflanzungsfähig sind, ist es sehr schwer den genauen Verwandtschaftsgrad festzustellen. Am ehesten kann wieder mit Hilfe der Achselhärchen unterschieden werden, die bei dieser Art gelblich-weiß sind. Die Blätter der Amerikanischen Linde (Tilia americana) können bis zu 25 cm groß werden. Sie sind auf beiden Seiten gleich und haben keine Behaarung. Bei der Silber-Linde (Tilia tomentosa)…
Das Duftveilchen ist, wie der Name schon sagt, vor allem wegen seines süßen Dufts bekannt. Es steht gern an lichten bis halbschattigen Plätzen und fühlt sich unter sommergrünen, nicht zu dicht stehenden Sträuchern im Garten sehr wohl. In der freien Natur ist es oft an Waldrändern und lockeren Gebüschen zu finden.
Der Wollige Schneeball mag Wärme, Kalk und Licht und besiedelt bevorzugt lichte Laubwälder (Eichenmischwälder und Föhrenwälder), Gebüsche und Wegränder. An Kalkstandorten gedeiht er auch in höheren Gebirgslagen bis hinauf zur oberen Laubwaldgrenze. Er ist im Mittelmeergebiet, in wärmebegünstigten Regionen Mitteleuropas, im Westen bis England und im Osten auf dem Balkan heimisch. So erkennt man das Gehölz Im Winter: Gelbgraufilzig behaarte, gegenständige Knospen Rinde in jungem Zustand braun und rau, später graubraun und längsrissig mit Korkporen 1 bis 4 m hoher buschiger Strauch In der Vegetationsperiode: Blütenstände = dichte, cremeweiße, endständige Trugdolden mit einem Durchmesser von 5 bis 10 cm Blätter oval, dicklich und fühlen sich rau an (graufilzig behaarte Unterseite) Meist mehrfärbige Fruchtstände (grüne, rote und schwarze Beeren zeitgleich an einer Dolde) Herbstaspekt rot Wer steht drauf? Schwebfliegen, Zweiflügler und Käfer werden von den stark und etwas unangenehm duftenden Blüten angelockt und sorgen für die Bestäubung. Der Geruch entsteht durch den Inhaltsstoff Methylamin, der z.B. auch in den Blüten von Weißdorn, Birne oder Eberesche enthalten ist. Die Früchte sind eine beliebte Nahrung für viele Vogelarten. Wofür taugt das Gehölz? Wird wegen seiner Blütenpracht gerne als Zierstrauch verwendet
Die Zwetschke ist mehr als eine Pflaume, sie ist eine sogenannte Unterart der Pflaume. In Deutschland wird sie auch Zwetsche oder Quetsche genannt. Sie kann eine Wuchshöhe von bis zu 6 Metern erreichen und wird in ganz Europa angebaut. Wenn sie blüht treiben die Blätter gerade aus und hüllen den Baum erst später in ein zartes grün. An den Äste finden sich oft starke Dornen.