FAQ

Hier findest Du Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um den Naturkalender.

Warum gibt es in der Kategorie „Feldfrüchte“ keine Auswahl „Eine andere Art“?

Damit eine gute Vergleichsgrundlage vorhanden ist, beschränken wir uns auf die angegebenen Arten die auch in den meisten Teilen Österreichs angebaut werden.
Wie der Name Feldfrüchte schon sagt, geht es hier um Pflanzen die auf Feldern angebaut werden. Beobachtungen im Garten sind in dieser Kategorie nicht erwünscht, da diese in ihrer Entwicklung nicht mit Landwirtschaftsflächen vergleichbar sind.
Wenn wir zu den aktuellen Feldfrüchten sehr viele Meldungen aus ganz Österreich bekommen, könnten wir das in Zukunft erweitern.

Ich wurde in den Kommentaren darauf hingewiesen, dass bei meiner Beobachtung etwas nicht richtig ist. Was soll ich tun?

Wir alle haben mal klein angefangen und Fehler können immer passieren. Normalerweise wird in den Kommentaren schon die Lösung hingeschrieben, das ist so üblich in unserer Community. Wenn Du weitere Fragen hast, poste sie darunter, dann helfen Dir die Moderatoren und andere erfahrene Citizen Scientists sicher weiter.
Wenn Du darauf hingewiesen wurdest, dass Dein Eintrag Verbesserung verträgt, nimm Dir bitte die Zeit dafür. Das spart uns viel Arbeit und ist auch ein Zeichen des Respekts vor den anderen Citizen Scientists die sich große Mühe mit ihren Beobachtungen geben.

Wir stellen öfter Pflanzen ins Programm, die reine Gartenpflanzen sind, wie Pfingstrosen etc. weil sie einfach so schön blühen. Ist das unnötiger Ballast?

Die Beobachtung der vorgegebenen Pflanzen ist besonders wichtig, da es beim Naturkalender darum geht die Wissenschaft mit phänologischen Beobachtungen zu unterstützen. Dafür brauchen wir möglichst viele vergleichbare Beobachtungen. Deshalb wurden die Arten so ausgewählt, dass sie in Österreich weit verbreitet und auch leicht zu bestimmen sind. Die Beobachtungen an Gartenpflanzen oder Palmen sind dennoch keine verlorene Liebesmüh, weil auch an diesen Pflanzen der Wandel der Jahreszeiten gut ablesbar ist. Wenn ihr eure Lieblingspflanze lange genug beobachtet, werdet ihr auch bei dieser einen Einfluss der Veränderung im Klima erkennen.

Warum stehen im Naturkalender ZAMG nur so wenige Tiere zur Auswahl?

Seit der Begründung der Phänologie durch Linné, werden phänologische Beobachtungen in der Klimaforschung hauptsächlich an Pflanzen durchgeführt. Diese sind aufgrund ihrer Standorttreue sehr zuverlässige „Messinstrumente“. Die An- und Abwesenheit von Tieren unterliegt auch einer gewissen Zufälligkeit. Wenn Beispielsweise der erste Zitronenfalter in Deinem Garten fliegt und Du in genau diesem Moment nicht draußen bist, ist die erste Beobachtung im Jahr eigentlich schon nicht ganz richtig. Bei Pflanzen stellt sich dieses Problem nicht. Dort kann in Ruhe immer wieder geschaut werden, wie weit die Entwicklung fortgeschritten ist. Die Standorttreue birgt auch den Vorteil, dass Du genügend Zeit hast die Pflanze richtig zu bestimmen.

Könnt ihr eine Untergruppe „Pilze“, „Schädlinge“ etc. anlegen, da diese im Jahreskreis auch sehr gute Anzeiger sind?

Je intensiver Du Dich mit der Entwicklung der Natur im Jahresverlauf beschäftigst, desto deutlicher kannst Du sehen, wie stark der Einfluss der Jahreszeiten ist. Die aktuellen Kategorien sind schon seit langer Zeit so vorhanden und bilden somit eine gute Vergleichsbasis für aktuelle Beobachtungen.

Ich habe mich bei Naturkalender.at registriert und über die Naturkalender ZAMG App meine Beobachtungen in den Bundesländern eingetragen. Wenn ich in die Karten der regionalen Projekte hineinschaue, dann sehe ich dort meine Beobachtungen nicht.

Ja diese Vernetzung soll es geben. Derzeit ist es so, dass die Beobachtungen nur in der jeweiligen Karte zu sehen sind, wo sie eingetragen wurden. Im Hintergrund wird schon daran gearbeitet, dass eine Vernetzung in Zukunft möglich sein wird.

Zusätzliche Beobachtungen werden alle unter „eine andere Art“ geführt. Kann der Titel der Spots nicht den eingetragenen Namen der Pflanzen zeigen?

Das wichtigste Ziel des Naturkalenders ist es die Zeigerpflanzen in möglichst allen Phasen und über viele Jahre zu beobachten. Deshalb sollen diese in der Übersicht besonders gut erkennbar sein, damit sie nicht in der Begeisterung der allgemeinen Beobachtungsfreude untergehen. (Weitere Verbesserungen in der Ansicht der eigenen Spot-Sammlung sind aber in Planung.)

Was macht besonders gute Beobachtungen aus? Wie kann ich die wissenschaftliche Arbeit am besten unterstützen?

Die Grundlage bildet die richtige Bestimmung der Art und der Entwicklungsphase. Die Pflanzensteckbriefe und auch die genauer Erklärung der Phasen findest Du hier auf der Naturkalender-Webseite.
Besonders wertvolle Beobachtungen bekommst Du, wenn Du Dir einen Strauch oder Baum suchst und genau diesen regelmäßig übers Jahr und über viele Jahre hinweg besuchst und uns Deine Beobachtungen von diesem schickst. Dabei ist es besonders wichtig, dass Du die Phasen genau erwischst.
Es ist auch möglich, den Phaseneintritt einer zufällig gefundenen Pflanze, die Du sonst nicht beobachtest, einzutragen, wenn diese genau die Merkmale für das Erreichen der Phase zeigt.
Einträge zu einer anderen Phase (die nicht im Programm ist) sind spannend für die Dokumentation der Entwicklung im Laufe eines Jahres und können so als Bindeglieder zwischen den wichtigen Entwicklungsstadien schön zeigen, wie sich die Natur stetig verändert.
Achtung: Beispielsweise Holundersträucher können in ihrer phänologischen Entwicklung extrem unterschiedlich sein. Auch 2 - 3 Wochen nachdem der erste Reifebeginn bei gewissen Sträuchern gemeldet wurde, gibt es immer noch Sträucher mit grünen Beeren. Es ist also ratsam sich einen frühblühenden und frühreifenden Strauch auszusuchen und alle Beobachtungen an diesem aufzunehmen.