Tiere

Auch in der Tierwelt gibt es jährlich wiederkehrende Ereignisse. Aufgrund der Jahreszeiten in den mittleren Breiten, passen sich viele Tiere auf unterschiedliche Weise an, um den Winter zu überleben. Viele Singvögel wie beispielsweise die Schwalben ziehen nach Süden und verbringen dort die nahrungsarme Zeit. Auch Insekten und Falter überwintern und verkriechen sich. Wenn die Temperatur steigt, beginnt der Jahreszyklus wieder von vorn.

Borkenkäfer sind etwa 2 bis 8 mm große Insekten. Sie bohren sich durch die Rinde von Bäumen und zerstören dort durch den Fraß der Larven und erwachsenen Käfer das für den Baum lebensnotwendige Bastgewebe. In den meisten Fällen sterben Bäume, die von Borkenkäfern erfolgreich besiedelt wurden, innerhalb kurzer Zeit ab. Der Buchdrucker (Ips typographus) ist ein 4,5 bis 5,5 mm großer Borkenkäfer mit 8 Zähnen am Flügeldeckenabsturz. Im Gegensatz zu den anderen 8-zähnigen Ips-Arten erscheint der Absturz seidenmatt und nicht glänzend. Die Larven sind wie bei allen Borkenkäferarten weiß, beinlos und etwas gekrümmt. Biologie Nach der Überwinterung in der Rinde befallener Bäume oder im Boden in der Nadelstreu fliegen die erwachsenen Käfer im April-Mai, deren Nachkommen je nach Witterung im Juni-Juli, in höheren Lagen im August. In warmen, trockenen Sommern fliegt eine weitere Generation im August oder September. Sind die Temperaturen hoch genug, kann sich noch eine dritte Generation von Nachkommen im Jahr entwickeln. Die Elternkäfer verlassen jeweils das Brutsystem nach dessen Fertigstellung, um Geschwisterbruten anzulegen. Die Überwinterung des Buchdruckers erfolgt im Käferstadium, das an tiefe Wintertemperaturen angepasst ist. Schadbild Runde, ca. 3 mm große Einbohrlöcher, aus welchen braunes Bohrmehl ausgestoßen wird, sichtbar an der Rinde von Fichten ab der…
Der Große Kohlweißling ist in weiten Teilen Europas verbreitet und tritt häufig auf. Der cremeweiße Tagfalter ist schon früh im Jahr unterwegs. Mit 50 bis 65 Millimetern Flügelspannweite ist er recht groß. An seinen überwiegend cremeweißen Flügeln ist er gut zu erkennen. Die Weibchen haben zwei schwarze Punkte auf den Vorderflügeln. Die Unterseite der Flügel ist gelblich gefärbt mit zwei oft zusammenfließenden schwarzen Punkten (Männchen und Weibchen). Doppelgänger Von dem ansonsten ähnlich gefärbten Kleinen Kohlweißling ist er vor allem durch den deutlich abgegrenzten, kräftig schwarzen Fleck an der Spitze der Vorderflügel zu unterscheiden. Lebensweise und Vorkommen In ganz Europa ist der Große Kohlweißling weit verbreitet, aber deutlich seltener zu beobachten als noch vor wenigen Jahren. Er kommt gelegentlich auch in Nordafrika vor. Große Kohlweißlinge stellen keine besonderen Ansprüche an ihr Habitat. Der tagaktive Schmetterling ist besonders im offenen Gelände, auf Wiesen, Kulturland und Ruderalflächen häufig anzutreffen. Und das bereits zu Beginn des Frühlings bis weit in den Herbst hinein. Die Dichte der Populationen kann jedoch stark von Jahr zu Jahr schwanken. Außerdem hängt es von klimatisch günstigen Bedingungen ab, ob man im Herbst eine dritte Generation beobachten kann. Kohlweißlinge überwintern als Puppe. Das steht auf dem Speiseplan Erwachsene Große Kohlweißlinge suchen…
Erster Reinigungsflug Mit dem Reinigungsflug ist der erste Ausflug der Bienen im Winter nach einem mehr oder weniger langen kalten Witterungsabschnitt gemeint. Die Bienen verlassen den Stock um den Darm zu „reinigen“.Das Bienenvolk hält zwar keinen Winterschlaf, ist aber bei tiefen Temperaturen an den Bienenstock gebunden. Die Bienen nehmen beständig Honig auf, um die erforderliche „Betriebstemperatur“ im Stock zu halten. Da das Futter nicht vollkommen verdaut werden kann, füllt sich der Darm mit Verdauungsrückständen. Sobald es die Außentemperaturen erlauben, fliegen sie aus und erleichtern sich. Hängt in der Nähe des Stocks weiße Wäsche auf der Leine oder parkt ein fein poliertes Auto in der Nähe, sind die ockerfarbenen Spuren leicht zu erkennen.   Erster Sammelflug Hasel- und Erlenpollen bilden wohl die erste Nahrungsquelle unserer Honigbiene. Der erste Sammelflug ist leicht an den leuchtend gelben Pollensäckchen an den Beinen der Biene zu erkennen.Zu beobachten ist der Sammelflug am besten am Flugloch (Eingang des Bienenstocks). Aber auch an den Kätzchen der Hasel und Erle sind die Bienen zu sehen, wenn die Temperatur es zulässt und die Kätzchen eine ausreichende Menge an Pollen abgeben.
Der Kleine Fuchsfalter ist eine Schmetterlingsart der Familie Edelfalter (Nymphalidae) und besiedelt eine Vielzahl von Lebensräumen. In den kälteren Regionen Europas einschließlich der Höhenlagen Südeuropas wird nur eine Generation von Mai bis August ausgebildet. In wärmeren Gebieten entstehen dagegen zwei bis drei Generationen von Mai bis Oktober. Er erreicht eine Spannweite von 40 bis 50 mm. Die Oberseiten der Flügel sind orangefarben mit schwarz-gelb-weiß gemustertem Vorderrand und einem blauen Fleckensaum. Die inneren Partien des Hinterflügels sind schwarzbraun behaart. Die Raupen des Kleinen Fuchses sind schwarz und bestachelt. Außerdem weisen sie einen auffälligen gelben Längsstreifen auf. Der Kleine Fuchs überwintert wie der Zitronenfalter an geschützten Orten wie Dachböden, Kellern oder in natürlichen Verstecken, wobei die Überwinterung an warmen Tagen auch unterbrochen werden kann. Die Exemplare die überwintert haben, kann man gut daran erkennen, dass diese nicht mehr so leuchtend farbig schillern, da diese aufgrund ihrer relativ langen Lebensdauer schon viele Flügelschuppen verloren haben. Doppelgänger Der Große Fuchs erreicht eine Flügelspannweite von 50 bis 55 Millimetern. Er sieht dem Kleinen Fuchs sehr ähnlich, ist aber etwas größer und in den Farben stumpfer. Der Rand der Flügel ist deutlich schwächer blau gefärbt.
Mit 34 Zentimeter Körpergröße ist der Kuckuck etwa so groß wie sein Vorgänger unter den Jahresvögeln, der Turmfalke. Aber er ist ein eher scheuer Vogel, der die Nähe des Menschen meidet. Meist ist er im Flug zu sehen. Dabei erinnert er ebenfalls ein wenig an einen Falken, doch sein Schwanz ist deutlich länger, sein Flügelschlag auffallend flach. Gerne sitzt er weithin sichtbar auf einem Busch oder Zaunpfahl. Das Männchen ist überwiegend schiefergrau. Seine quergebänderte Unterseite erinnert an einen Sperber. Die Weibchen sind leicht rostfarben getönt. Ihre etwas schwächere Bänderung beginnt bereits an der Kehle. Besonders die Weibchen kommen aber auch in einer selteneren, kräftig rostbraunen und auch oberseits gebänderten Variante vor. Diese Abweichung ähnelt dem Jugendkleid, besitzt jedoch nicht dessen weißen Nackenfleck. LautäußerungenMit dem bekannten und weit zu hörenden Kuckucksruf markiert das Männchen sein Revier. Dabei sitzt es meist hoch auf einem Baum, mit gestrecktem Körper, leicht gefächertem Schwanz und hängenden Flügeln. Vor allem im Mai und Juni ist sein meist zweisilbiger Ruf zu hören, ein "gu-kuh" in unterschiedlicher Tonhöhe, eine kleine Terz abwärts, aber auch größere Tonintervalle werden gerufen. Die Männchen verfolgen die Weibchen oft mit einem heiseren "hach hachhach". Diese wiederum haben eine ganz andere Stimme, ein laut…
Die Maikäfer gehören zur Familie der Blatthornkäfer (Scarabaeidae), deren Name sich von den typischen fächerartigen Fühlern ableitet. Maikäfer werden zwei bis drei Zentimeter lang. Typisch für Maikäfer sind die dunkelbraunen Flügel, der schwarze Halsschild sowie das schwarzweiße Zickzackmuster an der Seite. Besonders auffällig sind die Fühler, mit deren Hilfe sich Männchen und Weibchen sehr leicht voneinander unterscheiden lassen: Maikäfer-Männchen haben Fühler mit je sieben Blättchen, Weibchen besitzen nur sechs Blättchen, die außerdem deutlich kleiner sind. Der Maikäfer gräbt sich in den Monaten April und Mai aus dem Erdboden, fliegt hauptsächlich im Mai und Juni und ernährt sich überwiegend von den Blättern von Laubbäumen. Bei bis zu drei Eiablagen werden 10-30 Eier in eher feuchte Humusböden eingebracht. Nach 4-6 Wochen schlüpfen die Engerlinge. Maikäfer haben eine Zykluszeit von drei bis fünf, meist vier Jahren. Das heißt, die frischgeschlüpften Engerlinge benötigen vier Jahre, bis sie eine vollständige Metamorphose zum geschlechtsreifen Tier durchgemacht haben. Die Population ist in Gebieten mit Schädlingsbekämpfung zurückgegangen. Allerdings wurden in den letzten Jahren aus Teilen Mitteleuropas wieder größere Bestände gemeldet. Doppelgänger Der Gerippte Brachkäfer (Amphimallon solstitiale) auch Junikäfer genannt, ist "der kleine Bruder" des Maikäfers. Er ist 15 bis 20 mm lang, besitzt aber nur dreigliedrige Fühlerfächer. Außerdem…
Lange Schwanzspieße, kastanienrotes Gesicht, dunkelblaue Oberseite und dunkelbraunes Brustband auf weißlicher Unterseite kennzeichnen die Rauchschwalbe. Auf der Jagd nach Insekten ist sie äußerst schnell (bis zu 80 km/h) und zu schnellen Richtungsänderungen fähig. Typisch für die Rauchschwalbe ist ihr offenes, napfförmiges Nest aus kalk- und tonhaltigem Erdmaterial, das sie in der Regel in Gebäuden (Ställe, Scheunen) baut.LautäußerungenDer häufigste Ruf der Rauchschwalbe ist ein einfaches bis mehrsilbiges wid-wid - bei Gefahr ruft sie zi-witt oder biwist. Einzelne Rufe vereinigen sich zu einem melodischen Zwitschergesang.NahrungDie Nahrung der Rauchschwalbe besteht ganz überwiegend aus fliegenden Insekten wie Mücken und Fliegen. LebensraumAls Kulturfolger leben Rauchschwalben vor allem im ländlichen Raum, wo sie Kuhställe und Scheunen zum Bau ihrer Nester aufsuchen. Gekippte Fenster, die Einlass in das Innere der Ställe bieten, sind eine wichtige Voraussetzung dafür, dass sich Rauchschwalben überhaupt ansiedeln können. Zur Nahrungssuche sind sie auf eine offene Landschaft (Felder und Wiesen) angewiesen und fehlen daher in städtischen Zentren.FortpflanzungNach der Ankunft aus ihrem afrikanischen Winterquartier baut die Rauchschwalbe ihr Nest an eine senkrechte Wand im Gebäudeinneren, oder auch auf Vorsprüngen und Balken. Es besteht aus lehmiger Erdmasse, die mit Speichel durchsetzt und mit Grashalmen oder Haaren verstärkt wird. Rauchschwalben nisten - wie die verwandten Mehlschwalben…
Während sich zum Beispiel Tagpfauenauge und Kleiner Fuchs während der kalten Jahreszeit in Höhlen oder Dachstühle zurückziehen, verbringt der Zitronenfalter den Winter nahezu ungeschützt. Sein Winterquartier kann eine Baumspalte sein, die Unterseite eines Brombeer- oder Stechpalmenblattes, ein Efeudickicht oder ein Grasbüschel. Seine besondere Winterhärte verdankt der Zitronenfalter einem körpereigenen Frostschutzmittel. Durch das eingelagerte Glyzerin gefriert die Körperflüssigkeit nicht. Außerdem scheidet der Zitronenfalter zu Beginn der kalten Tage einen Teil seiner Körperflüssigkeit aus. Er lässt praktisch alles Wasser ab, das er nicht braucht. So kann der Zitronenfalter Temperaturen bis zu minus 20 Grad Celsius überstehen. Erster auf den Sonnenplätzen Zitronenfalter werden schon von wenigen wärmenden Sonnenstrahlen zu neuem Leben erweckt, so dass sie bei günstiger Witterung theoretisch zu jedem Tag im Jahr beobachtet werden können. Übrigens: Wenn Zitronenfalter sich sonnen - und das tun sie im Frühjahr ausführlich -, breiten sie ihre Flügel nicht aus, wie andere Schmetterlinge, sondern falten sie zusammen und setzen sich seitlich dem Sonnenlicht aus. Weil im zeitigen Frühjahr die Sonne noch sehr niedrig steht und damit der Einfallswinkel der Sonnenstrahlen bei geschlossenen Flügeln größer ist. Zitronen nur für die Männer Bei normalem Jahresverlauf verlassen die Zitronenfalter ihre Überwinterungsplätze im Laufe des März, die meisten Tiere finden…