Sträucher

Sträucher sind neben den Bäumen aufgrund ihrer Lebensdauer wichtige Zeigerpflanzen für die Phänologie.

In dieser Gruppen haben wir klassische Wildgehölze wie die Schlehe oder den Holunder, aber auch Ziergehölze wie Flieder oder die Forsythie die wegen ihrer üppigen Blütenpracht in Städten gern in Parks oder als Straßenbegleitgrün gepflanzt werden. Im Gebirge finden sich dann Vertreter wie die Heidelbeere oder der Wollige Schneeball.

Der Faulbaum ist ein sommergrüner Strauch, der meist nicht höher als 3 m wird. Er ist fast in ganz Europa beheimatet und meist in Niedermooren, Erlenbruchwäldern und Auwäldern zu finden, wächst aber auch auf trockenen Standorten. Seinen Namen verdankt er der Rinde, die im frischen Zustand einen leichten Fäulnisgeruch aufweist. Für manche Schmetterlingsraupen, wie jene von Zitronenfalter und Faulbaumbläuling, sind die Blätter des Faulbaums im Frühjahr und Frühsommer eine wichtige Futterpflanze. Die Blüten werden von Bienen, Wespen, Schlupfwespen, Fliegen, Käfern und Faltern (speziell vom Kleinen Eisvogel) besucht. Der Faulbaum hat ein eigenartiges Blühverhalten. Seine Hauptblütezeit ist im Vollfrühling und Frühsommer, doch vereinzelte Blüten findet man auch noch bis in den Herbst hinein. Deshalb sind an einem Strauch neben den reifenden Früchten oft auch noch junge Blüten zu finden. So freuen sich viele blütenbesuchende Insekten, weil ihnen der Faulbaum dank der Nachblüte lange Zeit als Nahrungsquelle zu Verfügung steht. So erkennt man das Gehölz Im Winter: Auffällige Rinde mit weißen, strichförmigen Pusteln Äste fast waagrecht abstehend Endknospe flammenartig geformt und hellbraun behaart Keine Dornen vorhanden In der Vegetationsperiode: Eiförmige Blätter mit auffälligen Blattnerven, die sich vor dem Blattrand bogig vereinen Unscheinbare, grünlichweiße Blüten entspringen in den Blattachseln Früchte anfangs grün, später…
Im Jahr 1560 wurde der Gewöhliche Flieder von einem kaiserlichen Gesandten aus Konstantinopel nach Wien gebracht. Er kann als Strauch oder als Baum wachsen. Heute gibt es viele Zuchtsorten mit zum Teil gefüllten Blüten im Handel. DIe Beobachtung für die Phänologie beschränkt sich aber auf die einfache ungefüllte Form, deren Farbe sich von bläulich über Violett, rötlich bis zu Weiß erstreckt.
Die Forsythie ist kein Wildstrauch sondern wurde als Zierpflanze aus China eingeführt. Oft wird sie an Straßen und in Vorgärten gepflanzt wo sie im Erstfrühling mit ihrer üppigen gelben Blüte für Aufsehen sorgt.
Der Gewöhnliche Liguster ist die einzige in Europa heimische Liguster-Art. Er ist relativ anspruchslos und kommt von der Ebene bis in untere Gebirgslagen (1.000 m) vor. Bevorzugte Standorte sind trockenwarme, kalkreiche, gut mit Nährstoffen versorgte Böden. Man findet den Liguster in lichten Wäldern, Auen und Gebüschen ebenso, wie in sonnexponierten Hecken. So erkennt man das Gehölz Im Winter: Buschiger mittelgroßer Strauch (1 bis 3 m) mit aufrechten, rutenförmigen Zweigen Junge Zweige fein behaart, ältere Zweige kahl Knospen nur 5 mm groß, gegenständig angeordnet Beeren oft bis in den Frühling am Strauch In der Vegetationsperiode: 3 – 6 cm lange Blätter fühlen sich ledrig an, sind glattrandig und gegenständig angeordnet Blattoberseite dunkelgrün und seidig matt glänzend, Unterseite heller und mit deutlicher Mittelrippe Kleine weiße Blüten in 6 – 8 cm langen Rispen Traubenähnliche Fruchtstände aus kleinen, schwarz glänzenden Beeren Wer steht drauf? Die streng duftenden Blüten locken Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten zur Bestäubung an. Verschiedenen Schmetterlingsarten dient der Liguster als Futterpflanze. So frisst z.B. die Raupe des Ligusterschwärmers, eine Nachtfalterart, das Laub, und zahlreiche Tagfalterarten, wie z.B. der Kleine Fuchs, laben sich am Nektar der Blüten. Die Früchte werden gerne von Vögeln gefressen, welche die Samen dann ausscheiden und dadurch…
Die Hasel ist häufig anzutreffen. Sie wächst in lichten Wäldern, an Waldrändern und in Feldhecken. Sie ist eine Lichtpflanze, verträgt aber auch mäßigen Schatten. Das Verbreitungsgebiet der Hasel umfasst große Teile Europas und Kleinasiens sowie den Kaukasus. Im Norden Europas reicht es bis zum Polarkreis. Anders als bei vielen anderen Gehölzarten, gibt es bei der Hasel männliche und weibliche Blüten. Die weiblichen sehen aus wie Blattknospen, aus denen jedoch feine rote Fäden herausschauen So erkennt man das Gehölz Im Winter: männliche Blüten (Kätzchen) hängen wie Würstchen bereits im Winter von den Zweigen Kätzchen strecken sich lange vor dem Laubaustrieb und sind dann gelb junge Zweige drüsig behaart, Knospen eiförmig vielstämmiger, buschiger Strauch In der Vegetationsperiode: Blätter 6 – 10 cm lang Blätter unterseits auf den größeren‚ Blattnerven behaart Herbstaspekt schön gelblich bis gelbbraun Doppelgänger: Die baumförmig wachsende Baum-Hasel (Corylus colurna) stammt aus Südost-Europa und Westasien und wird gelegentlich als Zierbaum kultiviert. Wer steht drauf? Die Haselnüsse sind Nahrung für eine Vielzahl verschiedener Tierarten. Gut für die Hasel, denn die Nüsse werden deshalb von Kleinsäugern (Eichhörnchen, Bilchen, Mäusen) und Vögeln (Kleibern und Hähern) verbreitet. Die Haselmaus ist sogar nach ihr benannt. Der Pollen wird auch gerne von Bienen gesammelt, obwohl die…
Wer noch nie die köstlichen Heidelbeeren direkt vom Strauch genascht hat, sollte das schleunigst nachholen. Die heimische Heidelbeere hat in den letzten Jahren Konkurrenz  von der aus Nordamerika stammenden Garten-Heidelbeere bekommen. Die Früchte sind zwar größer, aber geschmacklich reichen sie bei Weitem nicht an die Wildform heran. Im Hochsommer wachsen auf unseren Heidelbeersträuchern die ersten reifen Früchte. Es gibt kaum etwas Köstlicheres als eine Handvoll Heidelbeeren zur Stärkung während einer Wanderung durch die Naturparke, probieren Sie es aus! Was die Powerfrucht alles kann Vom Juli bis zum September reifen die kugeligen blauschwarzen Früchte der Heidelbeere heran, die einen stark färbenden roten Saft enthalten. Aufgrund der Fruchtfarbe sind übrigens auch die Namen „Schwarzbeere“ bzw. „Blaubeere“ gebräuchlich. Die kleinen blauen Früchtchen  sind sehr gerbstoffreich und wirken in getrocknetem Zustand stopfend, in frischem Zustand in großen Mengen verzehrt jedoch abführend. Aus dem roten Beerensaft wurden früher durch Zusatz verschiedener Stoffe violette und purpurrote Malerfarben gewonnen. Man hat ihn auch dazu verwendet, um dem Wein eine schöne Farbe zu geben. Auch als Gerbemittel fanden die Heidelbeeren Verwendung. Im Wald und auf der Heide Den 10 bis 60 cm hohen Zwergstrauch findet man als Unterwuchs in lichten Laub- und Nadelwäldern, in Gebüschen und auf Heiden.…
Die Hundsrose ist sehr robust und hat bezüglich Boden und Klima kaum Ansprüche. Sie zählt zu den anpassungsfähigsten heimischen Wildrosen und ist somit in vielen unterschiedlichen Lebensräumen konkurrenzfähig. Das einzige Muss bei ihr ist ein sonniges Platzerl, im Schatten wird man sie kaum blühen sehen. So findet man sie an Wald- und Wegrändern, im Saum von Gebüschen, auf Waldlichtungen und als Pioniergehölz auf nicht mehr bewirtschafteten Wiesen und Feldern. Sie kann von der Tieflage bis 1.600 m hoch steigen. So erkennt man das Gehölz Im Winter: Bis 3 m hohe, breit ausladende Sträucher Bogig herabhängende Triebe Die Stacheln sind immer gegen die Wuchsrichtung nach hinten gekrümmt (daher sehr unangenehm, weil man leicht an ihnen hängen bleibt) Typische Früchte (Hagebutten oder auch Hetscherln genannt) sind meist auch im Winter am Strauch In der Vegetationsperiode: Kaum duftende Blüten mit fünf weißen bis blassrosa Blütenblättern Das typische Hundsrosen-Hetscherl ist glänzend-glatt ohne Borsten oder Drüsenhaare und wird etwa im Oktober reif Kelchblätter am vorderen Hetscherl-Ende sind zurückgeschlagen, nach der Reife aber meist abfallend Doppelgänger: Neben der Hunds-Rose gibt es noch einige weitere heimische Wildrosenarten. Das Wildrosenbestimmen ist sehr schwierig, da es sich um eine äußerst vielgestaltige Gruppe mit zahlreichen Varietäten handelt, die sich erst…
Die Kornelkirsche, auch Dirndlstrauch genannt, ist von Süd- und Mitteleuropa bis nach Mittelasien verbreitet. Erkennen kann man diesen bis 4 Meter hohen Strauch oder Baum an seinen elliptischen, glänzend grünen Blättern und den goldgelben Blüten im Vorfrühling. Wegen ihrer frühen Blütezeit ist die Pflanze eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen. Die Früchte sind im Herbst bei diversen Vogelarten aber auch bei Kleinsäugern beliebt. Wenn ihr besonders viele Exemplare dieses früh blühenden Strauches sehen wollt, solltet ihr ins Pielachtal fahren. Dort stehen so viele, dass manche es auch das Dirndltal nennen.
Das Gewöhnliche Pfaffenhütchen ist ein meist 1,5 bis 3 m hoher, dicht verzweigter Strauch. Zu finden ist er von der Ebene bis in mittlere Gebirgslagen. Der häufige Strauch besiedelt Auwälder, Hecken, Waldränder und Gebüsche. Da er nährstoff- und basenreiche Böden braucht, findet man ihn öfter über kalkhaltigem Gestein. Die unauffälligen Blüten kann man am Übergang von Vollfrühling zu Frühsommer unter die Lupe nehmen. So erkennt man das Gehölz Im Winter: Zweige stumpf 4-kantig, teilweise mit 4 Korkleisten Geöffnete Fruchtkapseln hängen vertrocknet oft auch im Winter noch an den Zweigen In der Vegetationsperiode: Unscheinbare Blüten mit (meist) 4 weißlichen bis grünlichen Blütenblättern Rote Fruchtkapseln, die an die Kopfbedeckung christlicher Pfarrer erinnern (daher auch der Pflanzenname) Aus Fruchtkapsel hängen, sobald sie aufspringen, eiförmige orange Samen Attraktive orange bis purpurrote Laubfärbung im Herbst Doppelgänger: In Österreich kommen noch zwei Schwesternarten vor. Die Zweige vom Warzigen Spindelstrauch (Euonymus verrucosa) haben unzählige Korkwarzen und fühlen sich deshalb rau an. Der Breitblättrige Spindelstrauch (Euonymus latifolia) hat größere Laubblätter, 5 Blütenblätter und Zweige, die im Querschnitt oval („zusammengedrückt“) sind und keine Korkleisten haben. Wer steht drauf? Die Blüten werden von verschiedenen Insekten wie Fliegen, Bienen und Ameisen besucht. Die orangen Samen werden von Vogelarten wie Drossel, Rotkehlchen…
Die Purpur-Weide zählt zu den schmalblättrigen Weiden, die typischerweise gewässernah wachsen. Die dünnen biegsamen Zweige und der strauchförmige Wuchs machen es möglich, dass sie im Fall eines Hochwassers niedergewalzt werden und sich anschließend wieder aufrichten können. Eine Besonderheit der Purpur-Weide ist, dass sie, anders als ihre schmalblättrige Verwandtschaft, auch trockene Standorte wie Schottergruben und Geröllfluren besiedelt. So erkennt man das Gehölz Im Winter: Charakteristisch für alle Weiden ist die schraubige Knospenstellung (Wendeltreppenprinzip), die Purpur-Weide ist hier jedoch schlampig, und an manchen Trieben sitzen mittendrin einfach zwei Knospen gegenüber – ein sicheres Bestimmungsmerkmal für die Purpur-Weide In der Vegetationsperiode: Blätter bis 10 cm lang und „kopflastig“, also über der Mitte hin zur Blattspitze am breitesten Blattunterseite blaugrün gefärbt, wegen Wachsschicht, die leicht abgewischt werden kann Während der ca. zweiwöchigen Blühphase treiben die männlichen Kätzchen mit kräftig purpurgefärbten Staubgefäßen aus Doppelgänger: Während dem Großteil der Vegetationsperiode sind alle Weiden ohne Blüten und ohne Früchte anzutreffen und viele Arten sehen sich in diesem Zustand sehr ähnlich. Außerdem gibt es zahlreiche Hybridformen, also Kreuzungen zwischen verschiedenen Arten, was ein Bestimmen noch schwieriger macht. Wer steht drauf? Vor allem die männlichen Exemplare der Purpur-Weide werden von zahlreichen Insektenarten besucht. Honigbienen und Wildbienen besammeln sowohl Nektar…
Der Rote Hartriegel ist ein sommergrüner Strauch, der in weiten Teilen Europas verbreitet ist und in Österreich recht häufig vorkommt. Anzutreffen ist der basenliebende Strauch von der Ebene bis in eine Höhe von etwa 1.200 m, wobei er recht anspruchslos ist. So findet man ihn im Auwald und in Mooren ebenso wie in Laubmischwäldern, Hecken oder auf trockenen Hängen. So erkennt man das Gehölz Im Winter: Einjährige Zweige auffallend rot gefärbt Vielstämmiger, dicht verzweigter und breitwüchsiger Strauch In der Vegetationsperiode: Blätter haben auffällig bogige Blattnerven Viele weiße, 4-zählige Blüten sind schirmförmig angeordnet blüht nach dem Blattaustrieb Kugelige blauschwarze Früchte mit 5 bis 8 mm Durchmesser Blätter im Herbst auffällig purpurn bis violett-rot gefärbt Doppelgänger: Die zweite heimische Art aus der Gattung Cornus ist der Dirndlstrauch, oder auch Dirndl (Cornus mas), dessen Blätter jenen des Roten Hartriegels sehr ähnlich sehen. Im Gegensatz zum Roten Hartriegel ist die Dirndl auf der Blattunterseite in den Winkeln der Blattnerven bärtig behaart. Außerdem blüht der Dirndlstrauch vor dem Blattaustrieb, hat gelbe Blüten und trägt längliche, rote Früchte von der Größe einer kleinen Olive. Wer steht drauf? Die Bestäubung der Blüten übernehmen größere Insekten wie Fliegen, Wildbienen und andere Käfer. Die bitter schmeckende Frucht ist für…
Die Sal-Weide ist eine „Mitteleuropäerin“ und im Gegensatz zu vielen anderen Weidenarten gewässerfern zu finden. Sie meidet sehr nasse und sehr trockene Standorte und fühlt sich auf frischen, nährstoffreichen Stellen am wohlsten. Als typisches Pioniergehölz besiedelt sie gerne Waldlichtungen und Waldschläge. Ihr Vorkommen reicht von den Niederungen bis in die subalpine Höhenstufe. In Gunstlagen kann sie bis in eine Höhe von 1.800 m aufsteigen. So erkennt man das Gehölz Im Winter: Die Rinde am älteren Holz ist von Korkpusteln durchsetzt und sieht deshalb aus, als wäre sie mit vielen Plus-Zeichen oder Rauten-Symbolen übersät. Mit zunehmendem Baumalter entsteht daraus eine längsrissige Borke. Großer Strauch (3 bis 5-stämmig), selten kleiner Baum (einstämmig) In der Vegetationsperiode: Männliche Blüten („Palmkatzerl“) mit gelben Staubbeuteln erscheinen vor dem Laubaustrieb im Vorfrühling Eiförmiges, für Weidenverhältnisse sehr breites Blatt Blattoberseite ledrig und kahl, Unterseite weichsamtig filzig Wer steht drauf? Wegen des frühen Blütezeitpunktes und des reichen Pollen- und Nektarangebotes findet man auf den blühenden Salweidenkätzchen zahlreiche Insektenarten, wie die Honigbiene, verschiedene Wildbienenarten, Hummeln, Fliegen und pollenfressende Käfer. Wofür taugt das Gehölz? Die Sal-Weide liefert die „Palmkatzerl“, die im Christentum traditionell am Palmsonntag geweiht werden Ist sehr schnellwüchsig und die anspruchsloseste unter den Weidenarten, somit perfekt geeignet für die…
Die Schlehe wächst in Hecken, auf Böschungen und an Waldrändern, wobei sie sowohl nährstoffarme als auch nährstoffreiche Standorte besiedelt und mäßig trockene bis frische Bedingungen bevorzugt. Sie kommt mit bodensaurem und auch mit basischem Untergrund zurecht und gedeiht in begünstigten Lagen bis in Höhen von 1.400 m. Eines ist ihr jedoch wichtig: ausreichend Licht! So erkennt man das Gehölz Im Winter: Zugespitzte Triebspitzen (Dornen) dienen der Verteidigung Sehr kleine Knospen (ca. die Größe eines Stecknadelkopfes) Wuchshöhe 1 bis 3 m In der Vegetationsperiode: Blüht vor dem Laubaustrieb Weiße, dicht stehende Einzelblüten mit gelben oder roten Staubbeuteln Kugelige, dunkelblaue, bereifte Früchte, Durchmesser 1 bis 2 cm Wer steht drauf? Viele Insekten nutzen das reiche Blütenangebot, darunter Hummeln, Schmetterlinge und Käferarten. Drosselarten und verschiedene Säugetiere verspeisen gerne die Früchte und sorgen somit für die Verbreitung der Samen. Aber auch die Dornen der Schlehe haben einen Fan. Der Neuntöter,ein Singvogel mit „Zorromaske“, spießt seine Beute bei Nahrungsüberfluss gerne auf die Triebspitzen. In schlechteren Zeiten holt er sich die Insekten wieder „vom Spieß“ ab. Wofür taugt das Gehölz? In der Küche zur Herstellung von Likör, Mus, Sirup oder Schlehenwein Durch die flachen Wurzelschösslinge gute Eignung zur Sicherung des Oberbodens
Der Schwarze Holunder ist ein Stickstoffzeiger und fühlt sich auf frischen bis feuchten Standorten am wohlsten. Er ist sehr häufig und gedeiht in Auwäldern, lichten Laubwäldern, an Waldrändern und Gebüschen. Weil er seit jeher kultiviert und vielseitig genutzt wird, fehlt der anspruchslose Kulturfolger auf fast keinem Bauernhof. So erkennt man das Gehölz Im Winter: Paarig angeordnete, längliche Knospen, aus denen auch im Winter schon die Spitzen der Jungblätter herausschauen Oft treiben die jungen Blätter schon im Winter aus Markhaltige Äste Rinde der jungen Triebe hat auffällige Korkwarzen, sogenannte Lentizellen Höhe bis zu 7 m, Wuchsform meist strauchförmig, man kann ihn aber auch als Baum ziehen In der Vegetationsperiode: Streng riechende Laubblätter bestehen meist aus 5 Teilblättchen Weiße, 5-zählige Einzelblüten in flachem Schirm angeordnet, angenehm riechend Schwarze Früchte, bei Reife hängend Doppelgänger: Neben dem Schwarzen kommt bei uns auch der Rote Holunder vor, oft z.B. auf Waldschlägen. Diesen kann man dank der runden Winterknospen, der gelben Blüten, der roten Früchte und des braunroten Markes der Äste leicht vom Schwarzen Holler unterscheiden. Wer steht drauf? Die Blüten werden von Fliegen und anderen Hautflüglern bestäubt, die Früchte sind bei zahlreichen Vogelarten beliebt. Wofür taugt das Gehölz? Hollerblüten lassen sich zu Sirup verarbeiten oder…
Der Wollige Schneeball mag Wärme, Kalk und Licht und besiedelt bevorzugt lichte Laubwälder (Eichenmischwälder und Föhrenwälder), Gebüsche und Wegränder. An Kalkstandorten gedeiht er auch in höheren Gebirgslagen bis hinauf zur oberen Laubwaldgrenze. Er ist im Mittelmeergebiet, in wärmebegünstigten Regionen Mitteleuropas, im Westen bis England und im Osten auf dem Balkan heimisch. So erkennt man das Gehölz Im Winter: Gelbgraufilzig behaarte, gegenständige Knospen Rinde in jungem Zustand braun und rau, später graubraun und längsrissig mit Korkporen 1 bis 4 m hoher buschiger Strauch In der Vegetationsperiode: Blütenstände = dichte, cremeweiße, endständige Trugdolden mit einem Durchmesser von 5 bis 10 cm Blätter oval, dicklich und fühlen sich rau an (graufilzig behaarte Unterseite) Meist mehrfärbige Fruchtstände (grüne, rote und schwarze Beeren zeitgleich an einer Dolde) Herbstaspekt rot Wer steht drauf? Schwebfliegen, Zweiflügler und Käfer werden von den stark und etwas unangenehm duftenden Blüten angelockt und sorgen für die Bestäubung. Der Geruch entsteht durch den Inhaltsstoff Methylamin, der z.B. auch in den Blüten von Weißdorn, Birne oder Eberesche enthalten ist. Die Früchte sind eine beliebte Nahrung für viele Vogelarten. Wofür taugt das Gehölz? Wird wegen seiner Blütenpracht gerne als Zierstrauch verwendet